Bericht vom 23.09.2003, erschienen in der „Westfalenpost“

Geschichten aus dem wahren Leben mit bissigem Humor erzählt
Frau und Tochter sind Lothar Englerts strenge Kritikerinnen

 

Erndtebrück. (yvu).
Die Kulturinitiative konnte am Freitag rund 20 Gäste zu der Autorenlesung von Lothar Englert in der Gemeindebücherei Erndtebrück begrüßen. Der „Mann mit Erndtebrücker Wurzeln“ las aus seinem Satireband „Achten Sie auf Kokoschinski“ und präsentierte seinen neu erschienen Roman „Menschenskind, Mann!“
Nach eigenen Angaben will der Autor „dem Volk aufs Maul schauen“ und das wahre Leben als Quelle nutzen. So haben auch die Geschichten in dem Satireband einen realen Hintergrund. Mit seinen humoristisch-überspitzten Erzählungen trifft Englert oftmals genau ins Schwarze und schafft es so, seinen Lesern – wie auch dem Publikum bei der Lesung –einige herzhafte Lacher zu entlocken.
Sein Roman allerdings behandelt auch ernsthaftere Themen wie eine Ehekrise, eine tragische Liebschaft und berufliche Probleme des Helden.
Oft nachdenklich und fast schon philosophisch beschreibt Englert die Wege seiner Romanfiguren.Doch auch hier blitzt immer wieder der einzigartige, bissige Humor des Autors durch.
Lothar Englert ist derzeit als Oberstleutnant in der Hachenbergkaserne stationiert. Seine Frau Therese, eine gebürtige Erndtebrückerin, und die jüngere seiner beiden Töchter sind die ersten Leser und damit Kritikerinnen von Lothar Englerts Büchern. Für einen kriminalistischen Jugendroman und einen historischen Kurzgeschichtenband sucht er noch einen Verleger. Auch Ergänzungen für den Satireband und ein Fortsetzungsroman sind für die Zukunft in Planung.

 

Lothar Englert stellte seinem Roman und einen Band mit
satirischen Erzählungen vor.
WP-Foto: Yvonne Unger